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Buchrezension


Autor Steve Feasey
Titel Changeling. Der Turm von Leroth
Originaltitel Changeling - Dark Moon
Reihe Changeling Saga 2
Dezember 2010
ISBN 978-3499215179
Genre Paranormal, Young Adult

Inhalt Tom hielt ihrem Blick einen Moment stand, dann nickte er langsam.
«O. k.», sagte er. «Wie sieht der Plan aus?»
«Ein kleines Team reist so schnell wie möglich nach Reykjavík.
Wir dringen in den Turm von Leroth ein, holen Mynors Kugel und bringen sie her, um meinen Vater zu heilen.»
Tom blickte sie amüsiert und ungläubig an.
«Einfach so?», fragte er.
«Na ja, das muss sicher noch genauer ausgearbeitet werden,
aber das ist der grundlegende Plan, ja.»

Treys Beschützer, der mächtige Vampir Lucien, liegt nach dem letzten Kampf gegen seinen bösen Bruder Caliban im Koma. Nur die Kugel des Mynor kann ihn retten – doch die ist im Besitz der mächtigen Zauberin Gwendolin, die mit Caliban gemeinsame Sache macht. Gerade sind die beiden dabei, mit Hilfe der Kugel eine Armee aus Untoten aufzustellen, die Zerstörung unter den Menschen anrichten soll. Trey, Alexa, Tom und der junge Zauberer Charles machen sich auf den gefährlichen Weg nach Leroth, dem magischen Turm von Caliban und Gwendolin, um ihnen die Kugel des Mynor abzunehmen und Lucien zu retten.
Quelle: Rowohlt Verlag/rororo rotfuchs


Einschätzung
von Kathi Rubel

Wie schon der erste Teil fasziniert auch "Der Turm von Leroth" durch tolle Charaktere und einen jugendlich-frischen Erzählstil. Steve Feasey schrieb einen Roman, der temporeich und brachial genug ist, um Jungen zu begeistern und doch auch einfühlsame, empfindsame Seiten hat, die alle weiblichen Leser ansprechen. Zielgruppe sind eindeutig Teenager - und doch möchte ich den Roman nicht auf diese Altersklasse beschränken. Idee, Stil und Umsetzung sind anspruchsvoll, sodass eigentlich alle Voraussetzungen erfüllt sind, um auch Erwachsene zu begeistern.

In diesem zweiten Teil der Changeling-Saga erlebt Trey seinen 15. Geburtstag. Schon ein Jahr lang weiß er um die Tatsache, dass er der einzige noch lebende reinblütige Werwolf auf Erden ist. Er weiß um die Existenz von Vampiren, Dämonen, Hexen und allen möglichen magischen Artefakten. Und er weiß um die Tatsache, dass er eine wichtige Rolle im Kampf gegen den bösen Caliban spielt, der mithilfe seiner Unterweltkreaturen die menschliche Welt unterwerfen bzw. zu großen Teilen auslöschen will. Doch in diesem Roman trägt er noch eine weitere Last auf seinen Schultern - Alexa, Tom und er müssen einen Weg finden, Luciens Leben zu retten, das nach dem letzten Kampf mit Caliban am seidenen Faden hängt ...

Es gibt Erfolge sowie Verluste, Siege und Niederlagen. Ein Wechselspiel der Gefühle wird beim Leser hervorgerufen, wenn an den spannendsten Stellen die Erzählperspektive wechselt. Es geschieht so Vieles gleichzeitig. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich - und die Leser können alles als unbeteiligter Zuschauer miterleben.

Steve Feasey hat einen würdigen Nachfolger für sein tolles Debüt geschaffen - junge Urban-Fantasy, die die Leserherzen vor Spannung höher schlagen lässt. Wir können uns auf weitere Fortsetzungen freuen. Denn noch ist die Geschichte von Trey, dem letzten reinrassigen Werwolf, Lucien, dem guten Vampir, Alexa, der jungen Hexe und Caliban, dem bösen Vampir nicht auserzählt.


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