Buchrezension
| Autor | Lynda Hilburn |
| Titel | Kismet Knight, Vampirpsychologin |
| Originaltitel | The Vampire Shrink |
| Reihe | Kismet Knight Serie 1 |
| VÖ | Dezember 2009 |
| ISBN | 978-3426283028 |
| Genre | Paranormal |
| Inhalt | »Ich bin
ein Vampir.« Selbstverständlich bist du das, dachte ich spöttisch. »Erzählen Sie mir davon.« Er lachte wieder. Er schien mich ausgesprochen amüsant zu finden. Hm. Unangebrachter Humor. Das ist ein Symptom bei mehreren Störungen! Kismet Knight hat als Psychologin schon viele ungewöhnliche Patienten behandelt. Das Mädchen Midnight, das ein Vampir sein möchte, gehört da noch zu ihren normalsten Fällen. Wirklich verrückt wird es aber, als der angebliche Vampir, von dem Midnight ihr erzählt hat, plötzlich vor Kismet steht. Deveraux ist umwerfend attraktiv – und behauptet tatsächlich, dass er über 800 Jahre alt ist. Kismet scheint einer neuen Geisteskrankheit auf die Spur gekommen zu sein: Schließlich gibt es Vampire ja nicht wirklich. Oder? |
| Quelle: Droemer Knaur/PAN Verlag |
Einschätzung von Kathi Rubel |
| Vampire? So ein Quatsch! Die Phantasien über diesen ganzen paranormalen Blödsinn sind einzig und allein auf psychischen Störungen gegründet! Ach tatsächlich? Da ist sich Kismet Knight (eine 30-jährige Psychologin) nach ihren Erfahrungen mit den "Möchtegernvampiren" Denvers plötzlich gar nicht mehr so sicher. Könnte es vielleicht doch sein, dass Übernatürliches existiert? Und welche Rolle spielt sie dabei? Warum hatte sie sich nur gewünscht, dass ihr Leben interessanter würde? Bis die vampirfaszinierte Midnight in ihre Praxis kam, war wenigstens alles ruhig und geordnet. Und warum wimmelt es nach zwei Jahren der Flaute auf einmal von attraktiven Männern in ihrem Leben? Jetzt muss sie sich auch noch hier zwischen Menschlich und Übernatürlich entscheiden. Mit einem humorvollen und flüssigen Schreibstil zieht Lynda Hilburn ihre Leser in einen regelrechten Bann. Die Handlung wird an keiner Stelle langweilig: Spannung, Witz und Liebe spielen in perfektem Einklang zusammen. Der Roman endet in einem Schlachtfeld - Kismets gesamte Welt, ihre Werte, Emotionen und Realitäten stehen komplett Kopf. Natürlich, die unmittelbare Gefahr ist gebannt, aber Dr. Knight wird noch lernen müssen, auf Dauer mit den Geschehnissen fertig zu werden. Dies bietet viel Stoff für den Folgeband, auf den ich schon sehr gespannt bin. Der paranormale Teil ist sehr interessant gestaltet. Vampirgeschichten gibt es in letzter Zeit schließlich viele und da muss man als Autor schon ein wenig kreativ sein, um Interesse zu erwecken. Lynda Hilburn spielt auf "mehr" als Vampire an: uralte und einzigartige Magie. Sie entführt schon im Ersten Teil der Reihe in ein anderes, uns unbekanntes Universum, in eine andere Ebene der Wirklichkeit. Sie lässt Trauminhalte zur Wahrheit werden und Geister zur Realität. Alles in allem eine sehr interessante, vielschichtige Zusammenstellung mystischer Elemente, die sicherlich im zweiten Band noch weiter ausgeschmückt werden wird. Auch an Liebe und Erotik fehlt es diesem Roman nicht. Hilburn nimmt "kein Blatt vor den Mund" und zeigt den Lesern in dieser Hinsicht die Unterschiede zwischen Mensch und Vampir, die Kismet im Laufe der Geschichte entdeckt. Ich gebe diesem Roman 4,5 Punkte, weil die Erzählweise nicht unbedingt etwas für die "breite Masse" ist. Diese erinnert eher an einen Kaffeeklatsch, als an eine mystische Erzählung - Frei nach dem Motto "Hey! Ich muss euch unbedingt erzählen, was mir da letztens passiert ist!". In diesem Sinne ist "Kismet Knight, Vampirpsychologin" eher etwas für Liebhaber der selbstironisch-spritzigen Ich-Erzählung. Fazit: Spannend und gefährlich, humorvoll und spritzig, emotional und erotisch - eine echte Bereicherung in der Sammlung guter paranormaler Romane! |
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